“BTW’17: CHAOS nach der Wahl, AfD Debüt, Petry Verrat, Wackel Merkel” 

Ein Beitrag von Hagen Grell

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Ein Gesicht der „merkelschen“ Eliten

Quelle

Die Eliten, die Merkel vertritt, hier ist ein Gesicht von ihnen.

Alfred Gaffal ist der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Was sagt die deutsche/bayerische Wirtschaft so im Interview?

  • Der Wirtschaft in Bayern geht es besonders gut.
  • Die Regierung hat in den letzten Jahren zu wenig für die Wirtschaft getan.
  • Die Kanzlerin hat Deutschland erfolgreich durch alle Krisen gesteuert. (Man beachte den feinen Unterschied – Die Regierung war nicht artig genug, aber die Kanzlerin ist toll.)
  • Arbeit muss bezahlbar bleiben. In der Industrie seien die Arbeitskosten zu hoch im europäischen Vergleich. Deutschland könne das durch seine supergeilen Innovationen ausgleichen, aber… Sie verstehen schon, auch wenn es der Wirtschaft besonders gut geht (s. ersten Punkt), sollte sich jetzt kein Zeitarbeiter unverschämte Hoffnungen machen. Weil sonst wandert die Wirtschaft ab, dahin wo die Arbeitskraft viel billiger ist.
  • Natürlich ist Gaffal auch schwer um das Wohl der Arbeiter besorgt und fordert: „Es muss mehr Netto bom Brutto übrig bleiben“. Ja. Es gibt magische Sprüche, mit denen man Zombies bombensicher flachlegen kann. Das ist so einer.
  • Die Gewerkschaften sollen sich nicht anstellen und weniger feilschen. Weil, siehe erster Punkt und obiger Punkt.
  • Die Arbeiter müssen flexibler werden, was ihre Arbeitszeiten angeht. Flexibilität sei auch für die Arbeiter toll! Dieses Mantra, dass Flexibilität des Arbeiters toll für den Arbeiter ist, ist tief in den Zombiegehirnen verankert worden, so dass wenige offen aussprechen können, was es in Wirklichkeit bedeutet: Der Arbeiter verbiegt seine Zeitplanung zu Gunsten der Firma. Je mehr sich der Arbeiter verbiegt, desto besser für ihn, nicht wahr? Logisch. Wer will schon im Urlaub abschalten, wenn er sich per Hotel-WLAN in die Firma schalten und dort phantastische Herausforderungen bewältigen kann!
  • Die Agenda 2010 und die damit verbundene „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes (miserabel bezahlte Zeitarbeit statt ordentlich bezahlter Festanstellung) ist die „Langzeitdividende“ der deutschen Wirtschaft. Diese Agenda hat Merkel als Geschenk von Schröder bekommen und sie entwickelt sie behutsam weiter. Dass Gaffel die Agenda 2010 für breiten Wohlstand und große Arbeitsplatzsicherheit (!) verantwortlich macht, sollte aber selbst Zombiegemüter erregen. Ein wenig zumindest. „Den Menschen geht es so gut wie nie zuvor in der Geschichte des Landes.“ Deshalb fordert Gaffel mehr Flexibilisierung. Ungelogen, schauen Sie rein in den Artikel.
  • Die deutsche Exportorientierung ist in der Ära Trump zu einem Unsicherheitsfaktor geworden.
  • Auch gegenüber Großbritanien wird sich der Handelsüberschuss nicht aufrechterhalten lassen.
  • Der Brexit soll so gehen: Großbritanien fühlt sich wohl in Europa, aber kein anderer EU-Staat soll mit Blick auf den Brexit eigene Exit-Gedanken entwickeln wollen. Gaffel ist einfach ein lässiger Typ. So wie Franz Beckenbauer. Die größte Scheiße von sich zu geben und dabei nicht völlig idiotisch, sondern irgendwie cool rüberzukommen, ist eine hohe Kunst.
  • Die EU ist für die deutsche Wirtschaft so sehr von Vorteil, dass Deutschland seinen „nationalen Egoismus“ getrost unterdrücken sollte.
  • Die Geschäfte mit China laufen super. Die Geschäfte mit Iran werden gerade aufgebaut. Die USA sollen sich bitte schön nicht einmischen in diese Geschäfte.
  • Die Beziehungen zu Russland müssen normalisiert werden. Der russische Markt ist offenbar so wichtig, dass die deutschen Unternehmen dort nicht weggegangen sind, obwohl sie von den Sanktionen empfindlich getroffen wurden. Jetzt soll endlich gut sein damit.
  • Die Aufrechterhaltung der Sanktionen gegen Russland geht auf die EU-Oststaaten zurück. Deutschland braucht Russland aber für Energieimporte.
  • Die Energiewende ist teuer und nutzlos. Für die abzuschaltenden Atomkraftwerke gibt es keinen Ersatz. Russische Gas- und Öllieferungen sind nicht ersetzbar, Deutschland braucht billigen Strom für eine konkurrenzfähige Industrie. Die Regierung soll ein langfristiges Konzept vorlegen.

Diese Liste von Gaffel ist praktisch zu 100 % auch eine Liste von Merkel. Voll für die abstrakte Wirtschaft, der es wunderbar geht. Voll für die weitere Ausquetschung der Arbeiter. Auf Distanz gehend zu den USA. Sich Eurasien zuwendend. Die EU ausbeutend. Völlig ohne Reue für die Verbrechen, die man im Krieg gegen Russland begangen hat. Sich dennoch Russland zuwendend, ausschließlich aus geschäftlichem Kalkül.

Übrigens eine schöne Repräsentation der wahren modernen europäischen Werte.

Wer sind also die Eliten, die von Merkel wie Gaffel repräsentiert werden? Deutsche Industrie-Besitzer.